Was ist bloß in meine Frau gefahren oder muss ich hier sagen gelaufen? Des Barbarossalauf’s nicht genug und den täglich obligatorischen Runden mit dem Hund antwortete sie nach meiner Frage ob wir ins Kino laufen nur, “wann geht es los”? Ich entgegnete grade noch mit einer möglichen Kilometerangabe quer durch Stuttgart, worauf sie nur abwinkte, kehrt machte und übersetzt zu verstehen gab: “I Want To Run”!
Dieser Satz steht für den gleichnamigen Film, der in ausgesuchten Kino’s diese Woche gestartet ist.

Die Idee, den Kinobesuch mit einem Lauf zu verbinden war garnicht so abwegig und in Berlin haben sie immerhin einen 50 km Lauf von Potsdam startend bis ins Kino organisiert.
Folgende Randaten lagen zugrunde: Filmbeginn 18:30 uhr, 15 km Laufstrecke und das ganze sollte komplett durch die grüne Lunge Stuttgarts gehen.
Als Startpunkt legte ich Österfeld fest, hier konnte man bequem den Parkplatz mit der S-Bahn wieder erreichen.
Ausgerüstet mit Rucksack, Trinken und Wechselklamotten (wir wollten im Kino ja nicht unangenehm auffallen) trabten wir um die Mittagszeit über das Unigelände in Richtung Bärensee los.
Noch im Pfaffenwald konnten wir von den üblichen Schotterautobahnen in schmale Trails wechseln und dies sollte sich auch bis zum Killesberg wiederholen.

Downhill ging es alsbald Richtung “neuer See” den wir umrundeten um auf schmalem Pfad zum Bärenschlößle zu wechseln.

Kurz den Bärensee gestreift, der Ort wird später im Film durch eine Protagonistin erwähnt, blieben wir laufend ein wenig im Rotwildpark hängen bevor wir uns Richtung Birkenkopf machten.
Das wir dort bereits die 11 km Marke gestreift hatten, behielt ich lieber für mich, nur zu gut war noch die Stimmung. Am Birkenkopf angekommen bot sich ein zunächst bedrückendes Bild.

Kurz die Tafel studiert, war auch schnell klar, warum der Schutt hier so offen rumliegt.

Oben angekommen wird man dafür eines klasse Blicks in den Stuttgarter Talkessel belohnt.

Kurz gestärkt, ging es nun abwärts gen Krähenwald. Hier zeigt sich nun endgültigt, dass auch Stuttgart nicht mit kleinen schmalen Trails geizt, wie man unschwer auf den Fotos erkennen kann!

Kurz an der Bauchmuskelstation ausgeruht, verließen wir alsbald den Krähenwald und steuerten über die Großbaustelle Killesberg den gleichnamigen Aussichtsturm an.

Meine ständigen “Fotostop’s” gingen meiner Frau so ziemlich auf den Nerv und so fotografierte ich nur noch aus dem Lauf heraus.

Den Pragsattel gestreift, passierten wir schliesslich die 20 km Marke. Ich fragte nur beiläufig, ob wir ab hier nicht gehen wollten, ich aber nur ein Murmeln verstand ” i want to run” und somit nicht einordnen konnte ob sie damit das Laufen oder den Film meinte.
Von nun an war großes Schaulaufen durch den Rosensteinpark……..

….angesagt, sowie durch den unteren, mittleren und oberen Schlossgarten

Ab Höhe Bahnhof fiel nun endlich der Schritt ins Gehen über……(lag eher an mir, da mein Sprungelenk rechts mir etwas Sorgen bereitete)…….

……und machten uns genüsslich zum Kino auf

Im Kino angekommen, vorab die Karten gezogen bevor wir bei unserem Italiener um die Ecke dort stärkten und uns frisch machten.

Im Kino selber mussten wir vor Filmbeginn mehrfach verneinen, dass wir nicht im Film mitgemacht haben bis wir uns schliesslich in die Sessel fallen lassen konnten.
Von nun an war ich 1 1/2 Std. mehr als gefesselt von den Film, man sich aber auch nur ansatzweise vorstellen kann welche Leistungen hier eigentlich vollbracht werden in dem wirklich lohnenswerten Film.
Dennoch mein einziger, derzeitig vielleicht auch nüchterner Kommentar lautet: “sowas brauche ich nicht!”
Denn, ich hatte heute viel Spass und meine Frau laufend neben mir gehabt und somit einiges für die Beziehungspflege getan. Bin gespannt dehalb was mich noch alles erwartet. Meine Aufgabe lautet nun: coaching für den Womenstrail im September!






























































